Ortsgemeinde Perscheid

Vier-Gruppen-Kita in Wiebelsheim kommt gut voran!

Durch die Corona-Pandemie sind auch die Planungen der Gemeinden Laudert, Perscheid und Wiebels­heim für den Bau einer neuen Kinder­tages­stätte in Wiebels­heim vorübergehend ins Stocken geraten. Seit Mitte Juni 2020 geht es jedoch mit großen Schritten weiter. Inzwischen wurde der Bauantrag vom Architek­tur­büro Jäckel in Oberwesel nach einer ab­schließen­den Beratung in der hierfür gebildeten Arbeits­gruppe fertiggestellt. Die Bürger­meister der beteiligten Gemeinden Winfried Erbes (Laudert), Kurt Müller (Perscheid) und Michael Brenne­mann (Wiebels­heim) waren bei der Unter­zeichnung des Bau­antrags im Architek­tur­büro anwesend (Bild). Der Bauantrag kann jetzt bei der Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises als Baugenehmigungsbehörde eingereicht werden.

Dankbar sind die drei Bürger­meister auch dafür, dass der Jugend­hilfe­ausschuss des Rhein-Hunsrück-Kreises inzwischen für den Neubau der vier­gruppigen Kinder­tages­stätte die Gewährung einer Kreis­zu­wendung in Höhe von 328.000 Euro beschlossen hat. Dieser Betrag (82.000 Euro pro Gruppe) ist die Höchst­förderung, die der Rhein-Hunsrück-Kreis nach seinen Richt­linien gewähren kann.

Noch nicht ent­schieden ist über die beantragte Landes­förderung. Inzwischen wurde bekannt, dass der Bund beabsichtigt, den Ländern und Gemeinden im Rahmen des Konjunktur­pakets zur Bewältigung der Corona-Pandemie Finanz­mittel u.a. für den Ausbau der Kinder­tages­betreuung zu gewähren. Voraussetzung für die Gewährung entsprechender Zuschüsse soll sein, dass mit den Investitionen in der Zeit vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2021 begonnen wurde. Von daher besteht die Hoffnung, dass bald  über die Landes­förderung entschieden wird.

Zeitlich parallel zum Bau­antrag und zu den Zuschuss­verfahren wird derzeit die europa­weite Aus­schreibung weiterer Planungs­leistungen, insbesondere für die weitere Objekt­planung und die Haustechnik, vorbereitet.

Die Corona-Pandemie hat aber auch für einen „Wermuts­tropfen“ in der Kita-Planung gesorgt. Wie alle staatlichen und kommunalen Ebenen müssen auch die drei Kita-Gemeinden mit Steuer­aus­fällen rechnen. Den Gemeinden wurde zwar signalisiert, dass diese Steuerausfälle von Bund und Land aus­ge­glichen werden. Noch ist aber unklar, wann und in welcher Höhe dieser Aus­gleich erfolgt. Die beteiligten Kita-Gemeinden als Inves­toren der neuen Kita sind sich darüber einig, dass der endgültige Start­schuss für den Bau der neuen Kita erst dann fallen soll, wenn absehbar ist, dass die Finan­zierung gesichert ist. In die neue Kita sollen auch Kinder von Eltern, die in um­liegen­den Betrieben arbeiten, gegen Kosten­be­teiligung auf­genommen werden können.

Manfred Heeb
Beigeordneter Ortsgemeinde Wiebelsheim
mit dem Geschäftsbereich „Neue Kita“